Begadi Tommy Sport „Police“

Heute die Begadi Tommy Sport „Police“ für alle Gangster, Gitarristen und Leute, die einfach Spaß auf dem Spielfeld haben wollen. Vorweg sei gesagt, wir haben die Waffe bei Begadi auf 0,5 Joule umbauen lassen, um auch diesen Service mal getestet zu haben.

Unboxing
Die Tommy Gun kommt in einer einfachen Styroporform mit brauner Kartonabdeckung auf der sich ein dezentes Bild der Waffe befindet. Außerdem finden wir einen grünen Aufkleber, auf dem sich folgender Text befindet: „Version 2: mit Stahlzahnpiston“. Wenden wir uns nun der Innenseite der Verpackung zu. Dort fällt natürlich zuerst Die Tommy Gun auf, diese ist ja aber noch längst nicht alles. Neben der Waffe finden wir noch ein Mechanisches Trommelmagazin, einen Reinigungsstab, das Prüfprotokoll, welches die Energie der Waffe dokumentiert, BBs und einen Tragegurt, welcher jedoch nicht als Dauerlösung genutzt werden sollte. Eine Anleitung oder einen Akku sind nicht im Lieferumfang enthalten.

Haptik
Insgesamt kann man sagen, dass sich die Waffe recht wertig und massiv anfühlt. Zumindest im ersten Moment. Versucht man nun die Waffe etwas zu drücken oder zu verdrehen, fällt einem schnell auf, dass die Kunststoffteile schon zu knarzen beginnen und sich etwas bewegen lassen. Dennoch ist das bei dem Material etwas völlig normales und es ist wirklich nicht schlecht verarbeitet. Keine groß auffälligen Schweißnähte oder scharfe Kanten, keine lockeren oder klapprigen Teile und auch sonst keine negativ auffälligen Punkte. Lediglich am Lower Reciever und an der Schulterstütze befinden sich  leicht spürbare Nähte. Beim zielen liegt der Schaft doch ein wenig unangenehm in der Schulter und  das führen der Waffe im Anschlag auf Dauer könnte doch zur Belastung werden. Trotzdem macht es aber unheimlich viel Spaß die Waffe einfach in der Hand zu halten.
Das breite und ebenso massive Trommelmagazin sollte man bei der Haptik allerdings auch nicht außer acht lassen, da dieses die Waffe auch deutlich schwerer macht und das führen somit auch nochmals erschwert. Insgesamt ist man mit dem Gewehr also schon relativ träge unterwegs und merkt, dass man hier kein Spielzeug in der Hand hält.

Markings
Zu den Markings lässt sich jetzt eigentlich nicht allzuviel sagen, da kaum welche vorhanden sind.
Auf der vom Schützen aus gesehenen rechten Seite finden wir seitlich unter dem Rearsight folgenden aufgelaserten Text:
Begadi Cal. 6mm BB
TOMMY SPORT
< 0,5J
Ansonsten finden Wir nur die Gravuren für „SINGLE“ und „FULL-AUTO“ sowie „FIRE“ und „SAFE“.

Das Magazin
Das Magazin ist bei dieser Waffe schon irgendwie etwas Besonderes. Die meisten Drum Mags sind elektrisch und fassen weit über 500 Schuss, dieses hier nicht. Unser Drum Mag hier funktioniert rein mechanisch und lässt sich durch einen großen Flügel an der Außenseite des Magazins aufziehen. Außerdem fasst es trotz seiner Größe nur etwa 450 Kugeln.
Dennoch fühlt sich das komplett aus Metall gefertigte Magazin wirklich hochwertig und massiv an. und so sieht es auch aus. Massiv, hochwertig und schwer.

Aufbau der Waffe
Beschäftigen wir uns hierzu erst einmal mit den verwendeten Materialien. Hierzu fällt zunächst auf, dass die Kleinteile, wie Magreleasebutton, Magcatch, Feuerwahlhebel, Sicherung, Mündungsfeuerdämpfer und Abzug sowie das Frontsight aus Metall bestehen. Auch der Upper Receiver und der Außenlauf bestehen vollständig aus Metall. Es gibt aber auch Teile an der Waffe, welche aus Kunststoff bestehen, vermutlich ABS. Dazu zählen der Lower Receiver und das Rearsight sowie Alle Holz-Optik Teile, also Schulterstütze, Frontgriff und der Pistolgrip.
Wie sich aus dem Kontext nun auch erahnen lässt, besteht die Tommy Gun also aus einem Lower Receiver und einem Upper Receiver. Diese sind im zusammengebauten Zustand auch wirklich gut miteinander verbunden, sodass nichts klappert oder wackelt.
Der Außenlauf der Tommy Gun ist auch durch zwei Kreuzschrauben und eine Madenschraube fest mit dem Upper Receiver verbunden. Unter dem Außenlauf befindet sich dann fest und nicht abnehmbar die metallene Aufnahme für den Frontgriff, welcher sich wiederum durch zwei Schrauben von der Aufnahme abnehmen lässt. Der Frontgriff selbst ist eigentlich kein allzu spektakuläres Teil. Innen hohl, bestehend aus einem Stück und hat eine sehr angenehme ergonomische Form.
Kurz noch zum Pistolgrip, dieser besteht ebenfalls aus einem Teil und erfüllt seinen Zweck vollkommen.
Kommen wir nun noch zum Schaft. Dieser ist auch mittels Schrauben an der Waffe befestigt. Und zwar von unten, dies ist aber bei allen Tommy Guns ein typisches Merkmal.
Am Ende des Schaftes finden wir dann noch eine Sling Aufnahme, diese besteht sogar aus Stahl, naja zumindest der oval förmige Ring. Der Rest scheint wieder Zinkdruckguss zu sein.
Die Schulterauflage ist dann im Vergleich zum Rest doch etwas tricky. Hier befindet sich eine kleine runde Klappe, diese lässt sich einfach aufklappen. In das Loch, welches man dann öffnet kann man dann mit dem Finger hineingreifen und die gesamte Auflage ein Stück herausziehen, dann dreht man sie zur Seite und hat somit dann das Akkufach geöffnet. Im Schaft verläuft die Verkabelung, welche dann zur Gearbox führt.

Technik
In der Tommy Gun arbeitet eine V6. Die Internals der Gearbox sind aber größtenteils V2/V3-kompatibel. So zum Beispiel die Gears, der Anti Reversal Latch, Piston und Zylinder, der Pistonhead, der Springguide und der Short-Type Motor. Nicht kompatibel sind lediglich die Shell, der Zylinderhead, die Tappet Plate, zwei Lager und die Trigger Unit.
Die Internals weisen an sich keine großen Besonderheiten auf, die Zahnräder sind aus Stahl gefertigt, der Zylinder aus Messing, Die Shell aus Metall und der Rest aus Kunststoff. Nur eines hat mich wirklich positiv überrascht. Der Piston verfügt über eine Stahlzahnreihe. Das dürfte die Lebensdauer der Waffe merklich erhöhen und hat mich sehr gefreut zu sehen. Was bei unserer 0,5J-Version zusätzlich noch auffällt ist das geshortstrokete Sector Gear. Hier wurden 5 Zähne weggenommen um auf die Energie von < 0,5J zu kommen.
Die Lager bestehen hingegen zu meinem Bedauern aus Kunststoff und sollten nach Möglichkeit ersetzt werden.
Auch die Abdichtung der Waffe lässt deutlich zu wünschen übrig, wenn man hier überhaupt von einer Abdichtung sprechen kann. Trotz zugehaltenem Zylinderhead ohne Nozzle fällt der Piston ohne Mühe oder Druck einfach so in den Zylinder. Somit ist hier noch Potential nach oben.
Auch finden wir in der Waffe serienmäßig kein Mosfet, weshalb von der Nutzung stärkerer Lipos abzuraten ist. 7,4V sollten aber kein Problem darstellen.

Praxis/Fazit
Praxisnah zu berichten fällt bei diesem Modell doch etwas schwer. Warum eigentlich? Vielleicht weil es nicht die X-te M4 ist die auf Spielfeldern zu sehen ist? Wozu kauft man sich so eine Waffe? Die Antwort aus unserer Sicht ist einfach, nur um Spaß zu haben. Den haben wir definitiv auf den Spielfeldern und vor allem ziehen wir die Blicke auf uns. Sie ist nunmal eine reine Spaßwaffe mit der man wohlmöglich nicht den ganzen Tag auf dem Feld unterwegs ist. Das Magazin stört bei kürzeren Armen etwas, sie wiegt ca. 3700gr ABER gerade als 0,5 Joule Variante macht sie auf kleinen Spielfeldern oder im Häuserkampf verdammt viel Spaß. Unser Modell hat nach dem, hier muss man ja mal „Downgrade“ schreiben, eine Energie zwischen 0,46 und 0,50 Joule gehabt.

Positiv

  • Verarbeitung
  • Preis-Leistungsverhältnis
  • Optik
  • Platz für Akkus

Negativ

  • nicht 11,1V Lipo ready (Mosfet)
  • HighCap Magazin mit nur 450 Schuss
  • Internals (Abdichtung, Kunststoffbuchsen)

Link: Begadi Tommy Sport „Police“

Vielen Dank an Martin von KruMa2000 New Media für die Unterstützung bei den Fotos.