ICS M1 Garand SAEG

Heute gehen wir mit der Zeit in die Vergangenheit. Wir schreiben das Jahr 1939, als die ganze Welt in Aufruhe war. Der zweite Weltkrieg ist ausgebrochen und alle rüsten sich gegen ihren Feind. Auch die Amis haben kräftig mit gemischt. Womit verteidigen die sich eigentlich? Mit der legendär gewordenen M1 Garand. Wir nehmen den Nachbau von ICS genauer unter die Lupe

Unboxing

Qualitativ hochwertiger und ansprechender Karton lassen ICS typisch viel erwarten. Unsere Erwartungen wurden noch übertroffen. Nachdem der Karton geöffnet war, springt einen die Waffe förmlich an. Beim ersten rüber streichen über die Waffe fällt einem gleich das Gefühl von Holz auf. Ja, es ist wirklich Holz. Des weiteren können wir gleich 2 Mid Cap Magazine sehen, sowie einen doch eher nicht zu erwartenden alten Speedloader. Eine kleine „Bedienungsanleitung“ liegt noch bei, ein paar ICS BBs und Begadi typisch, ein Messprotokoll.

Haptik
Beim Unboxing ist uns ja gleich das Gefühl von Holz förmlich angesprungen. Unser Gefühl hat uns abermals nicht enttäuscht. Der Bode der ICS M1 Garand ist aus Echt Holz gefertigt. Wahnsinn, sowas sieht man nicht alle Tage im Airsoft Bereich. Der Aussenlauf, sowie der Bolt, die Kimme und das Korn ist alles aus massivem Stahl gefertigt und macht einen sehr robusten und widerstandfähigen Eindruck. Beim Holzbody ist jedoch Vorsicht geboten, kleinste Kratzer und Schrammen sieht man sofort.

Markings
Markings ist kein großes Thema bei der ICS M1 Garand. Sehr übersichtlich gestaltet sich der Schriftzug M1 Garand BEGADI Cal. 6mm BB mit dem F im Fünfeck auf der linken Seite unterhalb der Kimme. Von oben gesehen hinter der Kimme, stehen ein paar Realfacts der M1 Garand sowie eine fortlaufende Seriennummer.

Das Magazin
Im Lieferumfang sind zwei Magazine enthalten, welche komplett aus Kunststoff gefertigt sind. Kunststoff reicht, da die Magazine sowieso komplett in der Waffe verschwinden. Die Magazine fassen je 42 Schuss und sind somit sehr gut spielbar.

Aufbau der Waffe
Der Aufbau der Waffe ist doch erstaunlich einfach gehalten. Wir benötigen zum zerlegen lediglich einen 3er und 1,5er Inbus sowie einen Kreuz Schraubendreher. Das Korn wird mit dem 3er Inbus entfernt, woraufhin darunter ein 1,5er Inbus zum Vorschein kommt. Dieser wird gelöst und der vordere Teil kann nach vorn abgezogen werden. Dann folgt der erste Teil zwischen den ersten beiden Sling Aufnahmen, welcher einfach nach vorn abgezogen werden kann. Der zweite Teil wird daraufhin auch gleich entfernt. Nichts ist mehr geschraubt, alles nur gesteckt. Sehr einfach zum zerlegen. Anschließend muss nur noch der Bügel unter dem Abzug von hinten runtergezogen werden und schon hat man die Abzugseinheit in der Hand. Body und Innereien können nur ganz einfach getrennt werden. Das Akku Fach befindet sich am Ende der Schulterstütze und fasst doch schon erstaunlich große Akkus. Der Spannhebel öffnet den Bolt und unter diesem kommt man sehr bequem an das Einstellrädchen für das Hop Up. Betätigt man den Magazinauswuft, der sich auf der linken Seite befindet, rastet der Bolt ein. Durch erneutes zurück ziehen des Spannhebels löst er sich wieder und schnellt mit einem Metallischen Knallen nach vorne.

Technik
Die ICS M1 Garand ist eine SAEG im Kaliber 6mm BB. Wiegen tut sie ca. 3600 Gramm und hat eine Länge von 1102mm. Kommen wir denn auch gleich mal zum Lauf und zur Gearbox. Es wurde von ICS schon ein 6,04mm Tuninglauf verbaut sowie eine Gearbox mit der Bezeichnung ICS M1. Die Internals sind kompatibel zu den gängigen V2 und V3 Gearboxen. In der Gearbox sind 6mm und 8mm Stahllager mit CNC Stahl Gears, Piston mit 7 Stahl und 6 Kunststoffzahnrädern und ein Nozzle mit O-Ring verbaut. Eine M120 Feder wird von dem sehr kräftigen ICS 3000 Motor gespannt. Das 16 AWG Kabel in Kombination mit dem standardmäßig verbauten Mosfet gewährleisten eine ordentliche Stromzufuhr.

Praxistest
Bevor es auf das Spielfeld ging, musste der Chrono wiedermal Aufklärungsarbeit leisten, was die M1 Garand denn nun Krafttechnisch kann. Wir haben mit 0,25gr Bio BBs der Marke ICS gechront und sind im Durchschnitt bei einem vollem 11,1V Lipo Akku auf 1,53 Joule gekommen. Die ICS kann mit 7,4V Lipos sowie mit den von uns genutzten 11,1V Lipos gespielt werden. Beides funktioniert sehr gut. Wir hatten über den Spieltag gesehen keine Feeding Probleme, keine Laufklemmer und nicht einen einzigen Leerschuss (außer das Magazin war leer). Gearjams waren auch Fehlanzeige. Ein sehr gut aufeinander abgestimmtes und funktionierendes System was ICS dort auf die Beine gestellt hat. Aber was natürlich klar ist, auf einem kleinen Freien Trainingsevent sind wir natürlich aufgefallen wie ein bunter Hund. Viele Gespräche und erstaunte Blicke konnten wir für die ICS M1 Garand erhaschen. Spieltechnisch gab es auch einfach nichts zu beklagen. Out of the Box eine sehr zuverlässige Waffe mit einer enormen Präzision, was wir im Spielbetrieb nicht erwartet hätten.

Fazit
Vieles haben wir schon gesagt. Nochmal zusammen gefasst haben wir von ICS eine Waffe bekommen, welche out oft the Box sehr gut spielbar ist, auf 40m eine sehr gute Präzision hat und Wartungstechnisch sehr gut und leicht aufgebaut ist. Was allerdings immer noch bei vielen Herstellern ist, die Mini Tamiya Stecker sind unserer Meinung nicht mehr der aktuelle Stand. T-Plus würden der Waffe von Haus aus auch sehr gut stehen.

Positiv

  • Verarbeitung
  • Materialien
  • Sehr großer Akkuschacht
  • Echtholz

Negativ

  • Mini Tamiya Stecker