ICS M4 CXP M.A.R.S.

Seit der IWA 2017 warten wir auf die neuen ICS M4 CXP M.A.R.S. Modelle. Das lange warten hat ein Ende und Begadi hat die brandneuen Modelle im Onlineshop verfügbar und da haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, diese zu testen. Ob sich das warten gelohnt hat? Findet es selbst heraus.

Unboxing
Die neue ICS M4 CXP M.A.R.S. kommt wie immer in einem schönen, edlen und robusten ICS Karton. Nach dem Öffnen des Kartons, fällt unser Blick sofort auf die doch sehr futuristische Waffe. Die Ähnlichkeit zur M4 kann man nicht abstreiten aber mit ein paar sehr schönen Modifikationen hat man gleich ein ganz anderes Bild. Das hat nichts mit Standard M4 zu tun. Sonst sind noch zu finden ein kleines Tool für die Barrel Nut, ein Reinigungsstab für den Lauf, 2 kleine und eine mittlere Picatinny Schiene, ein Highcap Magazin sowie ICS typisch ein kleines Tütchen BB´s mit Ersatzsicherungen. Der Papierkram fehlt natürlich auch bei der Waffe nicht. Bedienungsanleitung, kleine Explosionszeichnung und die Abendlektüre in Form einer Broschüre mit schönen Modellen aus dem Hause ICS.

Haptik
ICS hat hier sehr viel Wert auf Hochwertige Teile gelegt, welche zugleich sehr sauber verarbeitet sind. Die Waffe wirkt sehr wuchtig und schwer, was nicht zuletzt daran liegt das fast die komplette Waffe aus Metall besteht.  Alles bis auf die Schulterstütze, die Flipup Sides und das Griffstück ist bei diesem Modell alles aus Metall oder Alu hergestellt. Wir konnten weder an den Metall, noch an den Alu, noch an den Kunststoffteilen irgendwelche Verarbeitungsfehler oder unsaubere Kanten feststellen. Irgendwie hat man das Gefühl die Waffe wurde aus einem Stück hergestellt. Nicht zuletzt liegt es an dem CNC gefrästen Vorderschaft mit seinen Keymod, welcher keine scharfkantigen Stellen aufweist. Einziges kleines Manko was wir bei unserem Modell festgestellt haben ist, dass bei der Verstellung der Schulterstütze im ausgefahrenen Zustand ein gewisses Spiel bemerkbar ist, was aber im Spielbetrieb nicht hinderlich gewesen ist. Insgesamt kann man sagen, ICS ist hier von der Verarbeitung sowie vom Design in unseren Augen eine doch sehr schöne Softair Waffe gelungen.

Markings
Mit den Markings ist ICS im Gegensatz zu anderen Herstellern recht sparsam umgegangen. Wir finden auf der vom Schützen aus gesehenen linken Seite auf dem oberen Bereich des Receivers den CXP Schriftzug und darunter auf dem Magazin Schaft den M.A.R.S. Schriftzug mit der Bedeutung Modern Assult Rifle System und die Cal. Multi Angabe. Mit einer entsprechenden Seriennummer ist jedes Modell unter den Markings versehen. Der Feuerwahlhebel ist mit den entsprechenden Piktogrammen versehen sowie der Pistolengriff mit dem ICS Airsoft Schriftzug, welcher sehr dezent gehalten ist.
Auf der vom Schützen aus gesehenen rechten Seite ist der Schriftzug Airsoft Electric Gun Manufactured by I.C.S. Taiwan R.O.C. auf dem Magazin Schaft aufgedruckt. Darunter finden wir den Begadi Schriftzug mit der Cal. 6mm BB Angabe sowie dem F im Fünfeck.

Das Magazin
Das Magazin ist ein 300 BB fassendes High Cap Magazin, welches aus Kunststoff gefertigt ist. Dieses kann man ohne große Kraftanstrengung in der Mitte doch sehr leicht zusammendrücken, was uns als kleiner Negativpunkt aufgefallen ist. Zudem ist es wieder ein Highcap Magazin was wir doch nur sehr ungern verwenden. Bei uns kommen hauptsächlich Midcaps zum Einsatz.

Aufbau der Waffe
Der Mündungsfeuerdämpfer ist über ein Standard 14mm negativ Gewinde mit dem Außenlauf  verschraubt. Der Vorderschaft mit seinen Keymods ist aus Alu gefertigt und durch die Herstellung mit der CNC Technik sehr gut verarbeitet und vor allem bei den vielen Ecken und Kanten Grat frei. Der Receiver ist ebenfalls aus Aluminium hergestellt und bietet dadurch eine sehr gute und stimmige Optik zu den restlichen Teilen. Der Pistolengriff ist aus sehr robusten Kunststoff gefertigt und fasst sich sehr griffig an. Der Vorderschaft lässt sich zusammen mit dem oberen Teil des Receivers durch entfernen des hinteren Stiftes komplett nach oben klappen, sodass man ein sehr schönes und leichtes Arbeiten an den Internals hat. Diverse Rails auf dem Vorderschaft sowie auf dem oberen Teil des Receivers bieten viele Möglichkeiten zum Anbringen von etwaigen Zubehör. Der Magazinauswurf sowie der Feuerwahlhebel sind beidseitig bedienbar, womit die M.A.R.S. Modell für Linksschützen genauso geeignet ist wie für rechtsschützen. Die Sling Aufnahme ist aus Stahl gefertigt, sehr gut verarbeitet und vor allem sehr robust. Von Modell zu Modell unterscheiden sich die Schulterstützen, bei unserem Modell haben wir den UKSR Sniper Stock verbaut, welcher von der Verarbeitung und den Einstellmöglichkeiten keine Wünsche offenlässt. Einzig bei ausgefahrener Schulterstütze wackelt selbige ein wenig. Die Wangenauflage rundet die ganze Schulterstütze in ihren Einstellmöglichkeiten ab. Das doch sehr kleine Akku Fach reicht aber für 11,1V Stick Akkus. Trible Stick Akkus sollten da gar kein Problem darstellen. Das Mosfet sowie die Sicherung befindet sich ebenfalls in der Schulterstütze.

Technik
Von der M.A.R.S. gibt es insgesamt 4 verschiede Versionen, wo wir die als DMR beschriebene bei uns haben. Verschiedene Farben gibt es auch zur Auswahl die da währen Schwarz, so wie wir sie jetzt hier haben, Tan und Bicolor. Die Waffen sind alle mit einer Stärke von 1,6-1,7 Joule angegeben, was wir natürlich getestet haben. Die technischen Daten der DMR Version können sich sehen lassen, das Gewehr hat eine Länge von 980mm bei einem Gewicht von 3610gr. Die Lauflänge ist Modellabhängig und bei unserem Modell beträgt sie 458mm. Was bei allen Modellen gleich ist, ist der Laufdurchmesser mit 6,04mm. Verbaut sind im inneren eine ICS typische geteilte Gearbox in Kombination mit einem Mosfet und leider wieder „nur“ Tamiya Stecker.

Praxis Test
Vor Spielbeginn mussten alle Waffen gechront werden und da bewies die M.A.R.S. was an Leistung in ihr steckt.  Mit 0,28gr BBs sind wir auf erstaunlich konstante 1,72 Joule gekommen.

Im Spielbetrieb haben wir die Waffe mit einem 11,1 Volt Lipo Akku und 0,28gr Bio BBs von Falken gespielt. Das was die Optik verspricht, hält die Praxis auch. Ich habe für den Spielbetrieb ein 2×42 Red Dot montiert und bin damit sehr gut zurecht gekommen.  Gezielte Schüsse auf 40m sind gar kein Problem. Wir hatten das Glück, dass es sehr Windstill war und somit konnten wir die ICS M4 CXP M.A.R.S. wirklich sehr gut ausreizen. Am Schießstand welcher uns dort zur Verfügung stand, haben wir auf 40m ein DIN A4 großes Blatt mit jedem Schuss getroffen. Beim nächsten Spiel werden wir mal 0,30 gr. BBs testen, wovon wir uns noch ein saubereres Trefferbild erwarten. Abschließend bleibt noch zu sagen, dass wir Ares Magazine genutzt haben, welche etwas locker im Magazin Schaft sitzen aber dadurch sehr gut rausfallen und das nachladen sehr einfach von der Hand geht.

Fazit
Wir sind vom Gesamtkonzept der ICS M4 CXP M.A.R.S. sehr überzeugt und können eine klare Kaufempfehlung für die Waffe aussprechen. Die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen, das Design kann man schon fast als futuristisch oder eine Art SciFi bezeichnen und die Internals lassen kaum Wünsche offen. Klar kann man mit Feintuning noch mehr rausholen, wer aber als Anfänger oder auch als Fortgeschrittener in dem Softair Bereich eine zuverlässige und robuste Waffe sucht, kann ohne Bedenken zugreifen. Der Preis je nach Modell zwischen 430 und 470 Euro ist gerechtfertigt und man bekommt auch was für sein Geld. Klar gibt es M4 Modelle für unter 200 Euro aber da muss man sich bewusst sein, dass man Abstriche machen muss.

Positiv

  • Optischer Hingucker
  • Verarbeitung
  • sehr Präzise out of the Box
  • Wartungsfreundlich durch geteilte Gearbox
  • Mosfet
  • Federschnellwechselsystem

Negativ

  • wenig Platz für Akkus in der Schulterstütze

Die Waffen in ihren verschiedenen Ausführungen findet ihr unter folgendem Link:
Begadi ICS M4 CXP M.A.R.S.