Review Lonex L4 PC CQB

Heute die Lonex L4 PC CQB im Test für alle bei denen es auch mal etwas kürzer sein darf. Oder kommt es doch tatsächlich auf die Länge an?

Unboxing
Die Lonex kommt in einem schlichten schwarzen Karton mit einem kleinen Aufkleber, welcher uns verrät welches Modell in welcher Farbe sich im Karton verbergen soll. Denn werden wir das gleich mal überprüfen und uns im gleichen Atemzug den Lieferumfang ansehen. Begadi typisch finden wir ein Prüfprotokoll, welches die Energie der Waffe dokumentiert. Die Bedienungsanleitung ist leider nur auf Englisch aber damit haben viele ja auch kein Problem. Nun aber zum wesentlichen Teil. Die Lonex L4 PC in RAL 8000 als CQB. Als Zubehör legt Lonex nur einen Laufreinigungsstab und ein HighCap Magazin bei.

Haptik
Zitat: „Dieser Kunststoff ist der hochwertigste, den wir bisher an einem Gehäuse gesehen haben.“ Kurz und knapp gesagt können wir das so unterschreiben. Wir haben noch keine Waffe in der Hand gehalten wo sich der Kunststoff so hochwertig angefasst hat. Der Kunststoff ist mit Nylon Fasern verstärkt. Nicht nur das anfassen ist wichtig, sondern auch die Verarbeitung. Hier setzt Lonex auch einen sehr hohen Maßstab an. Klar hier und da ein paar kleine Gussnähte, aber nichts was sich nicht innerhalb weniger Minuten mit einem Skalpell oder Cutter Messer beheben lässt. Beim Versuch, die Waffe in sich zu verdrehen, würde wohl selbst Arnold Schwarzenegger kläglich scheitern. Die Stabilität hätten wir beim Kunststoff nicht erwartet. Beim Verwinden hat nichts am Body nachgegeben und somit konnten wir auch kein Spalt feststellen.

Markings
Auf der Suche nach den Markings sind wir zwar fündig geworden, aber Lonex ist wohl der Meinung weniger ist mehr. Somit haben wir nur auf der vom Schützen aus gesehenen linken Seite das Lonex typische Pferd gefunden mit dem Schriftzug Lonex Technology, welches in einem Rahmen gefasst ist. Die Deutsche Rechtsprechung verlangt bei Waffen mit einer Energie über 0,5 Joule das F im Fünfeck, welches wir mit dem Begadi Importeurmarking und dem L4 PC Schriftzug aufgebruckt am der rechten Seite am Magazin Schaft finden.

Das Magazin
Was legen die Hersteller an Magazinen bei? Richtig HighCap Magazine. Genauso ist es bei der Lonex. Aber wir vermissen das Rädchen zum Aufziehen des Magazins. Schiebt man die Bodenklappe nach hinten, sehen wir ein Rädchen und ein Stahlseil. Das Magazin wird aufgezogen über das Stahlseil. Zieht man an diesem, werden ca. 60 BBs geladen. Ist natürlich wesentlich einfacher als immer am Rad zu drehen aber leider klappern die BBs genauso wie im herkömmlichen HighCap beim laufen.

Aufbau der Waffe
Bei der Haptik haben wir ja schon festgestellt, dass fast die ganze Waffe aus Kunststoff gefertigt ist. Heute fangen wir mal hinten mit der Schulterstütze an, welche M4 typisch ist. Die Verarbeitung ist sehr gut und bis auf ein leichtes wackeln auf der Stocktube im ausgefahrenen Zustand haben wir auch nichts zu beanstanden. Die Schulterauflage ist sehr angenehm und gummiert. Am Übergang zum Receiver befindet sich eine aus Stahl gefertigte Sling Aufnahme. Der Receiver besteht aus Upper und Lower Receiver und ebenfalls aus sehr hochwertigem Kunststoff. Durch die Teilung lässt sich die Waffe sehr gut zerlegen und warten. Oben auf der Waffe befindet sich ein durchgehende RIS Schiene. Unterhalb des Handguards ist eine kürzere RIS Schiene und an den Seiten haben wir noch 2 weitere RIS Schienen die sich versetzen lassen. Am Aussenlauf befindet sich ein Flashhider der aus Stahl gefertigt ist mit einem 14mm – Gewinde. Wir konnten nirgends scharfe Kanten feststellen, auch nicht bei den RIS Schienen die ja oftmals nachgearbeitet werden müssen, weil man sich teilweise die Finger dran aufschneiden kann. Kimme und Korn sind perfekt für diese Waffe. Lässt sich super einstellen und bei Bedarf kann man diese abklappen, sodass ein Red Dot oder ähnliches montiert werden kann ohne das Kimme und Korn entfernt werden müssen. Je nach Red Dot kann man das denn als Notvisierung nehmen und durch das Fenster vom Red Dot mit Kimme und Korn spielen.

Technik
Lonex verbaut in der L4 PC eine verstärkte V2 Gearbox. Sehr löblich. An die Gearbox kommen wir, indem wir den PIN vorne am Upper Receiver rausdrücken. Somit lassen sich Upper und Lower Receiver trennen und wir kommen nach dem zerlegen der Lower Gearbox wunderbar an die Gearbox. Lonex verbaut im inneren der Gearbox 8mm Stahllaufbuchsen und hoch feste Stahlgears. Der Pistonhead besteht aus einem Polymer Carbon. Der Zylinderhead dichtet perfekt ab. Da die Lonex mit einem EBB System ausgestattet ist, muss beim tausch des Pistons drauf geachtet werden, dass das System deaktiviert wird. Insgesamt ist die Gearbox von Lonex verdammt gut abgedichtet. Die beiden Negativpunkte, sind wieder der verbaute Mini Tamiya Stecker und das fehlende Mosfet. Somit ist die Lonex von Haus aus leider nicht für Lipos geeignet und man muss noch etwas basteln.

Praxis Test
In der Praxis erwies sich die Lonex als wunderbare Spielwaffe für den CQB Bereich. Die Länge von 700-780mm und das Gewicht von 2500gr. Erleichtern das Handling der Waffe ungemein. Begadi gibt eine Energie von ca. 1,6 Joule an, welche wir leider bei unserem Modell nicht bestätigen können. Nach 10 Schuss mit 0,20gr Bio BBs von Valken kamen wir auf einen Durchschnittswert von 1,426 Joule. Die Werte lagen zwischen 1,39 und 1,45 Joule. Die CQB Variante ist eher was für den Häuserkampf oder doch recht kleine Spielfelder. Der kurze Lauf mit 267mm lässt Körpertreffer auf 35m zu, aber sie spielt ihre Stärken eher im Häuserkampf aus.

 

Fazit
Lonex hat hier ein kleines, zuverlässiges CQB Monster geschaffen, welches zwar an einigen kleinen Stellen nachgearbeitet werden muss aber out oft he Box erstmal spielbar ist. Das fehlende Mosfet ist dabei der größte Kritikpunkt. Ohne geht heut zu Tage schon gar nicht mehr. Wir haben ein Jefftron Micro Mosfet verbaut und die Waffe hat ein super Ansprechverhalten und ist somit Lipo tauglich. Gleichzeitig haben wir die Mini Tamiya Stecker gegen hochwertige Amass T-Plugs getauscht. Für den CQB Bereich sollte die 120er Feder gegen eine 110er oder sogar 100er getauscht werden, sodass man bei 1-1,2 Joule liegt und schon kann man in engen und verwinkelten Räumen die Vorteile diese Waffe perfekt ausnutzen.

Positiv

  • Verarbeitung
  • Preis-Leistungsverhältnis
  • sehr hochwertige Internals

Negativ

  • nicht Lipo ready (Mosfet)
  • HighCap Magazin

Link:
Lonex L4 PC CQB

Vielen Dank an Martin von KruMa2000 New Media für die Unterstützung bei den Fotos.