VFC Glock 17 Gen 4

VFC ist jedem Airsoftler ein Begriff. Mit Gerüchten hat jeder Hersteller zu kämpfen, aber alle haben eins gemeinsam, sie sind alle Unterschiedlich. Hier könnt ihr unseren Eindruck der VFC Glock 17 in der Generation 4 nachlesen. Wie unterscheidet sich aber nun VFC von den ganzen anderen Glock 17 Modellen auf dem Markt? Richtig, sie hat die original Markings der Glock GmbH.

Unboxing
Die neue VFC Glock 17 Gen 4 kommt in einem schönen, edlen und robusten Karton. Nach dem Öffnen des Kartons, fällt unser Blick sofort auf die sehr Detailgetreue Waffe. VFC hat es durch seine Lizenz geschafft, ein täuschend echtes Airsoft Replikat, der Glock 17 zu produzieren. Neben der Waffe finden wir ein Gas Magazin sowie einen kleinen Beutel mit 2 verschiedenen Griffstücken.
Alles in allem nicht sehr aufregend verpackt, aber wir bekommen alles was der Lieferumfang verspricht.

Technische Daten
Länge 185mm
Gewicht 650gr mit Magazin und 390gr ohne Magazin
Innenlauf 97mm mit einem Durchmesser von 6,08mm
Leistung ca. 1 Joule je nach Gas und Temperatur

Preis aktuell ca. 179 Euro

Allgemeines zur Glock 17
Die echte Glock 17 wird in Österreich von der Glock GmbH hergestellt.
Die zu 40 % aus Kunststoff gefertigte Waffe verschießt Munition im Kaliber 9×19 mm. Weil dieses Modell aus nur insgesamt 33 Teilen besteht, ist sie auch bei Sicherheitsdiensten sowie Spezialeinheiten wie GSG9 oder dem SEK sehr beliebt und oft im Einsatz.
Weiterhin wird die Glock von Streitkräften und/oder Spezialeinheiten aus Österreich, der Schweiz, Tschechien, Monaco und noch einigen anderen Ländern erfolgreich eingesetzt.

Aufbau und Verarbeitung
Die VFC Glock 17 besteht hauptsächlich aus Alu und Kunststoff. Der Alu Schlitten mit Kimme und Korn sitzt auf einen Kunststoff Frame. Beides ist sehr hochwertig verarbeitet und sitzt, wie es soll. Der Schlitten hat minimal Spiel auf dem Frame, was natürlich sein muss, um die Funktion des Blowback zu gewährleisten. Somit läuft der Schlitten sehr leichtgängig und durch die doch sehr straffe Schließfeder haben wir ein entsprechend starken Blowback Effekt. Der 97 mm Innenlauf sitzt stramm und ohne zu wackeln im Außenlauf, welcher wiederum ohne zu wackeln im Schlitten sitzt. Durch die dünne Beschichtung des Schlittens hat er allerdings den Nachteil, dass dieser doch sehr schnell zerkratzt, was bei unserem Testmodell doch schon deutlich zu sehen ist. Da hätte VFC sich doch was Besseres einfallen lassen können. Am Frame sowie am Schlitten können wir keine scharfen Kanten oder Gussnähte feststellen, was für die Verarbeitung bei VFC spricht. Der rutschfeste Griff lässt sich durch die beiden beiliegenden Griffstücke dem persönlichen Geschmack etwas anpassen. An alle links Schützen hat VFC hier auch gedacht und die Daumenauflage auf der linken und rechten Seite am Griff integriert. Dennoch bedingt für links Schützen geeignet, das Magazinauswurf und Schlittenfang nur links angebracht sind. Trotzdem sehr Lobenswert wie wir finden. Glock typisch finden wir an dem Modell keine Sicherung. VFC greift hier wie bei den originalen Modellen einzig und allein auf die Abzugssicherung zurück.

Zerlegen, HopUp und Kompatibilität
Um die VFC Glock 17 zu zerlegen, muss das Magazin entnommen sein. Dann werden die beiden kleinen Hebel, die sich unter dem Schlitten und über dem Abzug jeweils auf der rechten und linken Seite befinden, heruntergedrückt. Nachdem man nun den Schlitten nach hinten gezogen hat, lässt sich dieser weiter nach vorn führen und man hat den Schlitten vom Rest der Waffe getrennt. Nun nimmt man das HopUp, drückt dieses mitsamt dem Lauf nach vorn und kann die Lauf/HopUp Unit nach oben entnehmen. Das HopUp lässt sich über das kleine Rädchen einstellen, aber hier ist ganz viel Zeit und Geduld vonnöten. Will man sein HopUp vernünftig einstellen, sollte man dies ganz behutsam machen. Die kleinste Bewegung am Einstellrad bewirkt schon einen sehr großen Effekt. Bei diesem HopUp sind 1 mm entscheidend, ob die Kugel kurz nach der Waffe in den Himmel geht oder einfach stumpf auf den Boden fällt. Leider mussten wir beim Zerlegen feststellen, dass die VFC Glock 17 nicht TM kompatibel ist. Nozzle Gehäuse und Nozzle haben einen anderen Aufbau, dass einzige was hier passt, ist die Maple Leaf HopUp Unit für Glock Modelle. Dem Aufbau des Nozzle Gehäuse geschuldet, passen hier eigentlich nur VFC G17 Magazine. Wir konnten mit einem Magazin der KJW KP-13 testen und dieses funktioniert, aber hat weniger Leistung da sie nicht 100%ig am Nozzle Gehäuse abdichten.

Das Magazin
VFC legt der Glock 17 ein Magazin aus Zink Druckguss bei. Dieses fasst 23 BBs und macht einen soliden Eindruck. Bei ca. 20 Grad haben wir mit einer Gasfüllung ca. 60 BBs verschossen. Leider ist die Bodenplatte, unter welcher sich auch das Einfüllventil für das Gas befindet, nur aus Kunststoff gefertigt. Gas nachfüllen ist nicht ganz so einfach wie bei anderen Modellen. Man muss zunächst die kleine Kerbe am unteren Teil der Feder nach oben schieben, um anschließend die Bodenplatte nach vorne drücke zu können. Darunter befindet sich das Ventil zum Gas einfüllen. Na ja hätte man unserer Meinung nach auch eleganter lösen können. Wer das nicht so umständlich haben will, bohrt einfach kurzer Hand ein Loch in Bodenplatte. Schon ist das Befüllen der Magazine ein Kinderspiel.

Markings
Das Steckenpferd aufgrund der Glock Lizenz sind die Markings bei VFC an der Glock 17. Wir finden überall an der Waffe original Glock Logos.
Vom Schützen aus auf der linken Seite finden wir das Glock Logo, mit dem Schriftzug „17 Gen 4“, dem Austria Schriftzug sowie die Kaliber Angabe 9×19. Auch noch auf der linken Seite finden wir das Glock Logo erneut auf dem Griffstück sowie hinten auf der Grifferweiterung.
Auf der vom Schützen aus gesehenen rechten Seite fangen wir ziemlich mittig vom Frame mit einem MBS Schriftzug an. Am Patronenlager finden wir dann eine SGL Nummer sowie auf dem Frame ziemlich am Ende den Schriftzug Officially Licensed Product of GLOCK. Zu guter Letzt drehen wir die Glock auf den Kopf und finden dort die cal 6 mm BB Angabe mit dem F im Fünfeck sowie einer fortlaufenden Seriennummer. Da hat VFC unserer Meinung nach aus dem Vollen geschöpft.

Fazit
VFC hat hier eine Glock 17 auf den Markt gebracht, welche von der Leistung sowie Verarbeitung überzeugen kann. Positiv ist uns der anpassbare Griff aufgefallen. Durch die Lizenzen von Glock hat VFC natürlich den Vorteil der original Markings. Der Gasverbrauch des Magazins ist überdurchschnittlich gut. Ein negativer Punkt, welcher nicht hätte sein brauchen, ist der zu dünn beschichtete Schlitten, welcher somit doch übermäßig Kratzempfindlich ist und nach kurzer Zeit schon zerkratzt ist. Was wir schade finden, VFC macht quasi sein eigenes Ding und somit ist die Glock 17 nicht TM kompatibel. Magazine, original VFC, die dann auch 100 % abdichten kosten satte 50 Euro. Wer aktuell 179 Euro über hat, kann sich mit ruhigen Gewissen die Glock 17 von VFC kaufen, wenn es unbedingt eine mit original Markings sein muss.

 

Wir möchten uns ganz herzlich bei Vorbie von Airsoft Operations bedanken, der uns die Glock für den Test zur Verfügung gestellt hat.