WE G39C GBB

Heute haben wir für euch einen Test zur WE G39C GBB. Diese Waffe haben wir nun seit ca. 6 Monaten genauer unter die Lupe genommen und können euch somit den ersten Langzeittest präsentieren. Welche Stärken und Schwächen haben wir in der Zeit fest gestellt, sowie was könnte oder sollte geändert werden, um eine zuverlässige GBB zu haben.

Unboxing
Wenn ihr euch eine WE G39C GBB bestellt, bekommt ihr diese in einem robusten bedruckten Karton. Nach dem Öffnen haben wir denn freien Blick auf das gute Stück. WE hat zwar keine Lizenzrechte für ein G36, aber die Optik ist halt identisch zur originalen Version. Zur Waffe liefert WE noch ein passendes Gas Magazin sowie einen doch nicht mehr ganz aktuellen Röhren-Speedloader. Eine Bedienungsanleitung und Prüfprotokoll liegt ebenfalls jeder Waffe bei.

Technische Daten
Länge 510mm – 715mm
Gewicht 2800gr mit Magazin und 2400gr ohne Magazin
Innenlauf 232mm mit einem Durchmesser von 6,08mm
Leistung ca. 1,6 Joule je nach Gas und Temperatur

Preis aktuell ca. 239 Euro

Allgemeines zum G36
Das Sturmgewehr ist die Ordonnanzwaffe der deutschen Bundeswehr und Nachfolger des Gewehres HK G3. Beide Modelle wurden von Heckler & Koch entwickelt und produziert. Beim G36 bestehen wesentliche Bauteile aus glasfaserverstärktem Kunststoff mit Einlagen aus rostfreiem Stahl. Dadurch ist die Waffe relativ leicht. Während der Entwicklung wurde das Gewehr als HK50 bezeichnet.

Aufbau und Verarbeitung
Das WE G39C besteht aus hochwertigen Kunststoff. Trotz des Kunststoff Bodys ist das Modell sehr robust und gibt an keiner Stelle nach. Verwindungen steckt das G39C sehr gut weg, es knarzt nichts und die Spaltmaße ändern sich nur am Griffstück um nicht mal 1 mm. Optisch ist das WE G39C ein G36. Einzig durch fehlende Lizenzen fehlen die original Markings auf dem Modell.
Der Mündungsfeuerdämpfer ist aus Aluminium gefertigt und besitzt ein 14 mm Negativgewinde. Somit lässt er sich sehr leicht durch die gängigsten Schalldämpfer oder Mündungsfeuerdämpfer austauschen. Am aus Kunststoff gefertigten Handguard befinden sich links, rechts und unten jeweils 1 Rail mit 98 mm zum Anbringen von Zubehör. Die obere Rail ist komplett aus Kunststoff und hat eine Länge von 240 mm. Trotz des Kunststoffes lassen sich Optiken passgenau und sicher montieren. Der Body, das Griffstück sowie die Schulterstütze sind ebenfalls aus Kunststoff. Die Verarbeitung ist sehr gut, es sind kaum Spritzgussnähte zu sehen außer an der Schulterstütze. Diese lässt sich in beiden Positionen sehr gut einrasten, sodass sie weder im ausgeklappten noch im eingeklappten Zustand spiel hat. Die Visierung erfolgt über Kimme und Korn, wobei sich nur die Kimme einstellen lässt. Einen Schwachpunkt gibt es auch beim G39C, wie bei eigentlich allen G36 Modellen. Dies ist der Ladehebel, welcher leider aus Kunststoff gefertigt ist und oft sehr schnell seinen Dienst quittiert.

Zerlegen des WE G39C
Die Waffe kann, wie auch im original sehr schnell und einfach zerlegt werden. Es müssen lediglich die beiden Pins jeweils einer am Handstück und einer am Magazinschacht entfernt werden. Anschließend klappt man die Schulterstütze ein und entfernt die Bodenstütze mit der Schließfeder. Den Verschluss und die Nozzle kann man nun ganz einfach nach hinten herausziehen und hat quasi die gesamte Technik aus dem Body entfernt. Die Abzugseinheit befindet sich im Griffstück, welchen man nach dem Entfernen der Body Pins ganz einfach entnehmen kann.

Magazin
Im Lieferumfang des WE G39C liegt ein Gas Magazin zum Betreiben der Waffe bei. Dieses fasst 30 Schuss. Das Magazin an sich ist aus Kunststoff gefertigt, wobei der Gastank im inneren aus einer Zink-Druckguss Legierung besteht. Das befüllen des Magazins ist nicht so einfach wie beim SAEG Modell, aber mit etwas Übung gelingt dieses auch recht flott. Dazu muss man aber erstmal den dreh raus haben. Da Magazin wird über das, unten am Magazin befindlichen, Gaseinfüllventil befüllt. Hier sollte man drauf achten, das die Waffe leider keine „light“ Gase verträgt und es zu Störungen kommen kann. Mit Greengas und starken Gasen haben wir jedoch keine Probleme gehabt.

Markings
Weil WE keine Lizenzrechte an dem von Heckler und Koch vertriebenen G36 hat, finden wir auf dem WE G39C leider keine original Markings. Den einen mag es stören, den anderen aber nicht. Auf der vom Schützen aus gesehenen linken Seite finden wir den WE Schriftzug mit der Modellbezeichnung G39C sowie die Feuerwahl Piktogramme, sofern mal diese als Markings bezeichnen möchte. Über dem G39C Schriftzug finden wir das F im Fünfeck sowie daneben den Schriftzug Cal. Begadi 6mm BB

Fazit
WE hat hier ein G36 Nachbau auf den Markt gebracht, welches sich im Stock Zustand erstmal vernünftig spielen lässt. Für den Preis bekommt man hier Grundsolide Technik, um beim Einstieg in die Welt der GBB Gewehre, nicht gleich 400 oder 500 Euro ausgeben zu müssen. Der Body ist sehr gut verarbeitet und hält auch den ein oder anderen Schlag aus. Was wir beim Langzeittest festgestellt haben ist, dass die Triggereinheit getauscht werden sollte, sowie der Ladehebel. Bei der Triggereinheit hat sich herausgestellt, dass der Verschleiß beim regelmäßigen spielen doch enorm war, sodass diese seinen Dienst nicht mehr ordnungsgemäß verrichtet und der Ladehebel ist, wie es zu erwarten war auch relativ schnell gebrochen. Dieser wurde dann gleich gegen einen CNC gefrästen aus Stahl von RA-Tech gewechselt. Hat man diese beiden Sachen aber erledigt, hat man eine Waffe, die man ab ca. 10 Grad ordentlich und zuverlässig spielen kann. Verändern kann man immer noch eine ganze Menge, aber ob dieses Sinn macht muss jeder für sich selbst entscheiden.

Vielen Dank an die Firma Begadi, für das bereitstellen der Waffe.
Das WE G39C findet ihr hier: Begadi WE G39C GBB